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Was? Sie denken Netzwerke lohnen sich nur für Firmen? Falsch! Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre PCs preiswert und professionell vernetzen. Sie werden sehen, daß sich damit ungeahnte Möglichkeiten auftun - von Spielen übers Netz bis zur verteilten PC-Power im Büro. ÜBER SOGENANNTE LOW-COST-ROUTER können Sie auch mit mehreren PCs gleichzeitig über einen normalen Internet-Zugang auf das WWW zugreifen.
Keine Angst. Beim Einstieg in die Welt der Netzwerke kommen keine großen Kosten auf Sie zu. Denn die teuerste Komponente, das Betriebssystem, besitzen Sie wahrscheinlich bereits (wenn nicht: auf der CD zum Heft gibt es eine kostenlose Linux-Distribution, mit der Sie voll netzwerkfähig werden). Moderne Betriebssysteme wie Windows 95, 98 und NT, Linux oder BeOS - um nur einige zu nennen - sind bereits auf den Einsatz im Netzwerk ausgelegt. Diese Betriebssysteme bringen die Grundvoraussetzungen zum Austausch von Daten und Ressourcen bereits komplett und kostenfrei mit: Sie können Modems ansteuern oder Drucker "sharen", also mit mehreren PCs benutzen. Ältere Betriebssysteme wie DOS oder Windows für Workgroups (WfW 3.11) enthalten zwar in ihrem Kern keine Netzwerk-funktionen,
lassen sich um diese aber mit zusätzlichen Programmpaketen und Treibern nachträglich erweitern. Allerdings ist diese Erweiterung mit der Einstellung von IRQ, DMA und MEM von Hand verbunden, was ziemlich viel Fummelei bedeutet. Solch tiefgehenden Eingriffe in Rechner und Betriebssystem bleiben Ihnen bei aktuellen Systemen erspart: Im Regelfall erkennen Windows 98 und NT Netzwerkkarten vollautomatisch - zumindest nach der Installation des entsprechenden Trei-bers. Auch der Preis ist bei heutigen Netzwerkkarten absolut passabel. Bereits ab 29 Mark bekommen Sie aktuelle, schnelle Ethernet-Karten. In unserem großen Vergleichstest stellen wir ab Seite 26 preiswerte und aktuelle 10/100 - MBit-Netzwerkkarten mit PCI-Schnittstelle vor.
Sinnvoll ist der Einsatz eines Netzwerks bereits ab zwei PC-Systemen. Der Artikel Alternative Netzwerke verrät Ihnen, wie Sie schon für 10 Mark zwei Rechner effektiv untereinander verbinden können. Wer glaubt, daß Netzwerke auf den Austausch von Daten limitiert sind, irrt sich gewaltig. Moder-ne LANs (engl.: Local Area Network = lokal begrenztes Netz) haben mehr zu bieten als ein paar freigegebene Ordner. Hier die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten:
Klarer Favorit (und oft Kaufgrund) für den Einsatz von preisgünstigen Netzwerken bis 200 Mark sind PC-Spiele. Dabei reicht das Spektrum von eher gemächlichen Rollenspielen wie Baldur's Gate (6 Spieler) oder Rage of Mages II (16 Spieler) über Strategiespiele wie StarCraft (6 Spieler) bis hin zu rasanten 3D-Shootern wie Forsaken (8 Spieler) und Halflife (32 Spieler). Die Zahl der netzwerkfähigen Spiele wächst täglich. Mit DirectPlay, einem Bestandteil der Multimedia-Erweite-rung DirectX, können die Hersteller von PC-Spielen ihre Programme für den sogenannten Multiplayer- (Mehrspieler-) Modus anpassen. Wenn Sie bislang keine Netzwerkspiele probiert haben, sollten Sie es versuchen - doch Vorsicht: es besteht akute Suchtgefahr!
Ohne Netzwerke ist Teamwork im Büro nur schwer möglich. Arbeiten beispielsweise mehrere Personen gemeinsam an einem größeren Projekt, ist ein hohes Maß an Koordination und Ablaufkontrolle notwendig. Über ein Netzwerk lassen sich Informationen austauschen oder man kann gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Führende Hersteller setzen bei ihren Office-Produkten zunehmend das Vorhandensein eines Netzwerks voraus: So basiert Microsoft Office 2000 auf einer Datenbank, die häufig benötigte Komponenten zentral im Netzwerk zur Verfügung stellt.
Mit einem LAN können Sie auch die Effektivität Ihrer Internet-Verbindung deutlich steigern. Neben den sogenann-ten Proxy-Cache-Servern, die Daten einer WWW- oder FTP-Verbindung lokal Zwischenspeichern und sie so dem Surfer schneller wieder zur Verfügungen stellen, lassen sich eine Reihe weiterer Lösungen im Netzwerk realisieren. Über sogenannte Low-Cost-Router können Sie mit allen PCs gleichzeitig surfen - über eine Leitung, ein Modem und einen Telefonanschluß. Wie der Name bereits sagt, sind Geräte dieser Kategorie äußerst günstig. Ab Seite 48 testen wir zehn aktuelle Low-Cost-Router auf Leistung, Effektivität und Bedienbarkeit.
Das klassische Einsatzgebiet eines Netzwerks ist der Zugriff auf räumlich entfernte Speichermedien wie Festplatten, CD-ROM- oder Wechsellaufwerke. In modernen LANs können Sie noch mehr, neben Druckern lassen sich auch Modems und Faxgeräte im Netzwerk effektiv gemeinsam nutzen. Allerdings ist dies nicht immer problemlos: Gerade bei Drucker-Freigaben muß der PC, an dem das Gerät angeschlossen ist, immer aktiv - das heißt eingeschaltet - sein. Auf Dauer schlägt sich dies sicher in Ihrer Stromrechnung nieder. Sie können aber dann auch einen sogenannten Print Server benutzen, der - in den meisten Fällen - einfach an der Rückseite des Druckers aufgesetzt wird und vergleichsweise wenig Strom verbraucht.
Anstatt jedem PC ein eigenes Sicherungslaufwerk zu spendieren, können Sie durch ein Netzwerk aktiv Geld sparen. Sichern Sie die Daten der einzelnen Stationen einfach zentral über das LAN. Da Netzwerklaufwerke für die meisten Betriebssysteme wie physikalische Laufwerke aussehen, ist es der Backup-Software egal, was sie sichert. Wie Sie diese Eigenschaft von Netzwerken nutzen können.
Ob WWW oder Datenbank: Das Internet gehört den Applikationsservern. Wie Sie einen professionellen Server im Handumdrehen selbst einrichten, verrät Ihnen unser Praxisbeitrag über den WWW-Server Apache. Anstelle von Linux können Sie aber auch Ihr gewohntes Windows 98 oder NT verwenden.
Eines der beliebtesten Betriebssysteme für lokale Netzwerke - sei es in Unternehmen, Internet oder SOHO-LAN -heißt Linux (SOHO=Small Office, Hörne Office, SOHO-LAN ist also das Netz in Ihrem Bereich). Linux läßt sich vielseitig nutzen: Angefangen bei einer leistungsfähigen Arbeitsstation bis hin zum schnellen Datenbank-Server bietet Linux für alle Einsatzzwecke entsprechende Optionen.
Da es sehr viele Standards und Protokolle für den Betrieb von Netzwerken gibt, beschränken wir uns in diesem Artikel auf die verbreitetste Netzwerktechnologie, das Ethernet. Neben Ethernet existieren weitere Standards, wie beispielsweise ATM, das für Asynchronous Transfer Modus steht oder Token Ring, ein von IBM entwickeltes Netzwerkprotokoll. Aufgrund Ihres -im Vergleich zum Ethernet - hohen Preises finden diese Netzwerk-Techniken überwiegend in Unternehmen Einsatz. Unser Fokus richtet sich auf den SOHO-Anwender und damit ganz klar auf das Ethernet.
Die Grundlagen dazu gliedern sich daher wie folgt: Auf welchen Topologien ein Netzwerk basieren kann. Hinter diesem hochtrabenden Begriff verbirgt sich die Gestalt der Kabelführung, auf die die Software natürlich Rücksicht nehmen muß. Für Ethernet-Netzwerke sind Stern- und Bus-Topologien zulässig, die Ring- Topologie wird nur aufgrund der Vollständigkeit erwähnt. Im Anschluß erfahren Sie, wie Daten eigentlich über das
Netzwerk transportiert werden. Der Beitrag schildert die Reise eines Datenpakets und seine unterschiedlichen Metamorphosen im Netzwerk, ohne speziell auf höhere Protokolle einzugehen. Die Begriffsklärung des ISO-/OSl-Schich- tenmodells mag zwar selbst für eingefleischte Theoretiker trocken klingen, birgt aber die grundlegende Funktionsweise jedes Typs von Netzwerk und somit einen großen Teil des Schlüssels zum umfangreichen Verständnis. Nach dieser Theorie etwas Praxis:
Die beiden gängigen Kabeltypen für Ethernet-Netzwerke und zeigen deren Stärken und Schwächen auf. Sie sollten diesen Beitrag in jedem Fall vor der Planung Ihres persönlichen Netzwerks lesen. Zum Abschluß wird es wieder trocken;
Neben der Erklärung des Ethernet-Protokolls folgt eine genaue Beschreibung von TCP/IP und den zugehörigen RFCs. Wenn das alles Bahnhof für Sie war, keine Bange - zum Abschluß halten wir ein umfangreiches Glossar mit allen gängigen Begriffen aus der Netzwerk-Welt für Sie parat.