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Kupplung für den PC

SCSI, sprich "Skasi" - Die Anwendungsbereiche

SCSI" - dieses kryptische Kürzel hat jeder schon mal im Zusammenhang mit PC irgendwo gelesen. SCSI, sprich "Skasi", heißt "Small Computer Systems Interface" (Schnittstelle für Kleinrechner). Braucht man das? SCSI ist eine Schnittstelle, über die man Zusatzgeräte wie Scanner, CD-Brenner, oder auch Festplatten an den Rechner anschließen kann. Handelsübliche Rechner kommen zunächst ohne SCSI daher. Standardmäßig haben sie eine "IDE"-Schnittstelle und inzwischen auch den "USB". Wer seinen Rechner nicht aufschraubt, sieht von der IDE-Schnittstelle nichts. Daran ist die Festplatte angeschlossen, das CD-ROM-Laufwerk auch. IDE reicht zwar vielen Nutzem völlig aus. Es überträgt Daten inzwischen mit ordentlicher Geschwindigkeit (bis zu 33 Megabyte/Sekunde). Und man kann standardmäßig bis zu vier Geräte anschließen. Der USB-Port ist deutlich langsamer (1,5 MB/s.) nimmt dafür aber bis zu 127 Geräte auf. Für viele reicht dies. Wer sich allerdings einen Scanner anschaffen möchte, der wird meist mit SCSI konfrontiert. Entsprechende Steckkarten für den PC liegen üblicherweise bei und reichen in der Regel auch für diesen Zweck aus. CD-Brenner gibt es sowohl für die IDE-Schnittstelle als auch für den SCSI-Bus. SCSI-Brenner lohnen sich vor allem für Eilige und Leute mit wenig Festplattenspeicher. Denn der Brenner muß mit einem steten Datenstrom versorgt werden. Bricht der Datenstrom plötzlich ab ist der CD-Rohling Schrott. Diese Unterversorgung kann vor allem beim Brennen "on the fly" auftreten, wenn also die Musik nicht erst auf die Festplatte gespeichert, sondern sofort an den Brenner überspielt wird. Bei SCSI-Brennern kommt diese Unterversorgung im Unterschied zu IDE-Brennem praktisch nicht vor. Grund dafür ist, daß SCSI, vor allem das derzeit moderne "Ultra2" SCSI, Daten erheblich schneller weiterleiten kann (80 MB/s., "Ultra Wide" SCSI 40 MB/s.) als die standardmäßige IDE-Schnittstelle. Außerdem wickelt SCSI den Datentransfer ab, ohne den Prozessor zu beanspruchen. All dies ist zudem dann von Bedeutung, wenn man gewaltige Datenmengen bewegen muß. Besonders deutlich spürbar wird dies bei der Video - oder auch Musikbearbeitung am PC. Insbesondere bei der Videobearbeitung am PC wird man an einer SCSI-Ausrüstung nicht vorbeikommen, wenn man hohe Qualitätsanforde- rungen an das Video stellt (S-HVS oder gar Hi8). Weil dabei auch enorme Datenmengen anfallen, kommen für solche Anwender eine oder gar mehrere SCSI-Festplatten in Betracht. Denn im Unterschied zu den IDE- Festplatten bieten die SCSI-Geräte inzwischen bis zu 50 Gigabyte Speicherplatz - Tendenz steigend. Das Problem sind die Kosten. Moderne SCSI-Platten (Ultra 2 SCSI, 10000 Umdrehungen/ Minute) sind bis zum 3fachen teurer als IDE-Platten. Außerdem bieten auch die IDE-Platten immer mehr Platz: 13 Gigabyte sind inzwischen keine Seltenheit mehr.

Von Frank Finkensiep

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